Vollblut-Karnevalist und HeimatfreundWilli Strotmann im Alter von 88 Jahren verstorben

Gescher.
Die Stadtgemeinschaft der Karnevalisten Gescher e.V. und der Heimatverein Gescher e.V. trauern um Willi Strotmann, der am 25. September 2026 verstorben  ist. Willi Strotmann war ein langjähriger Aktivposten, der mit seiner weit- und umsichtigen Art den Karneval in Gescher gefördert und weiterentwickelt hat.

Beim Bühnen- und Wagenbau war er jahrzehntelang in vorderster Reihe tätig. Die Gründung der Bacchusjünger im Jahre 1991 hat er mit ins Leben gerufen und so entscheidend für die Öffnung des Vereins zu einer großen Gemeinschaft  beigetragen.

Von 1979 bis 1984 war er Präsident der Nachbarschaft Schollenkamp und widmete sich auch hier besonders dem nachbarschaftlichen Karnevalstreiben. Zum Karnevalsprinzen Willi II. wurde er im Jahre 1988 gewählt. Willi gehörte zu den Gründungsmitgliedern der im Jahre 1991 gegründeten Stadtgemeinschaft der Karnevalisten Gescher e.V. und war hier als Beisitzer tätig.
Bei den Versammlungen der Prinzen und den Treffen der Senioren war er regelmäßiger und gern gesehener Gast. Insbesondere wenn Jung und Alt sich trafen, war Willi dabei.

Dem Heimatverein Gescher e.V. war Willi viele Jahrzehnte sehr eng verbunden. Nachdem er im Jahre 1985 in den Heimatverein eintrat, wurde er zunächst für einige Jahre in den Beirat berufen. Im Jahre 1997 wählte ihn die Generalversammlung zum stellvertretenden Vorsitzenden des Vereins. Dieses Ehrenamt übte er bis zum Jahre 2012 mit vollem Engagement aus. Darüber hinaus war er im Montags- und Dienstagskreis sehr aktiv und hat bei vielen Vorhaben und Projekten maßgeblich mitgearbeitet und diese mitgestaltet.

Besonders der Wiederaufbau der durch Brandstiftung im Jahre 2003 völlig zerstörten Schirmschoppe auf dem Museumshof war ihm ein Herzensanliegen. Auch bei der Erweiterung des Brauhauses sowie dem Neuaufbau des Verkaufswagens konnte Willi sein handwerkliches Geschick unter Beweis stellen.

Seine stets ruhige, sachliche und ausgeglichene Art war vielen ein Vorbild. Wegen seiner Verdienste für den Heimatverein Gescher e.V. wurde er im Jahre 2012 zum Ehrenvorstandsmitglied ernannt und ihm die Ehrenmedaille des Heimatverein Gescher e.V. verliehen.
Auch in den Jahren danach war er regelmäßiger Gast bei Sitzungen und Versammlungen und gab hier immer wieder wertvolle Ratschläge.

Die  Stadtgemeinschaft der Karnevalisten e.V. und der Heimatverein Gescher e.V. werden Willi Strotmann sehr vermissen und ihm ein ehrendes Andenken bewahren. „Wir haben einen guten Freund verloren“, so die beiden Vereine.

Günter Schlüter Elmar Rotherm
Quelle AZ

Tradition zum Anschauen, Hören und Probieren

Erntedankfest auf dem Museumshof für den Heimatverein ein „Selbstläufer“

Gescher sk
Mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnen die Landfrauen und Heimatfreunde auch auf dem Museumshof die unzähligen Besucher. „Wir haben zum Glück viele Helfer am Start – sonst wäre ein solches Fest gar nicht zu stemmen“, sagt Elmar Rotherm, Vorsitzender des Heimatvereins, der am Sonntag auf dem Museumshof das Erntedankfest feiert.

Mit einem Frühschoppenkonzert erfreut der Musikzug Gescher unter der Stabführung von Martijn Linderhof die Gäste. Der Duft von frisch gebackenem Brot und des Buchweizenpfannkuchens zieht über das Gelände.
Immer wieder schieben die Männer die Brotlaibe in den vorgeheizten Ofen. Und so geht das im historischen Steinofen gebackene Brot weg wie die oft zitierten „warmen Semmeln“. „Wir können gar nicht so schnell backen“, erzählt Michael Goos vom Backteam. Dabei sorgen Bertholt Böing und Martin Kröger immer wieder für Nachschub an Teig-Rohlingen.

Gleiches gilt für die beliebten Buchweizenpfannkuchen, die angeboten wurden. „So etwas Leckeres bekommt man ja nicht alle Tage“ meint ein Besucher. Derweil gibt es für die großen und kleinen Besucher allerhand zu sehen und zu bestaunen. Neben den Oldtimertreckern auf dem Schulhof zieht auch Heinrich Sicking als Wurstaufholer, stilgerecht mit der Gaffel immer wieder Blicke auf sich.

Korbflechter Josef Knuf aus Weseke und sein Kollege Josef Tastowe aus Hochmoor bieten nicht nur ihre Erzeugnisse an, sondern lassen sich bei der Arbeit gern über die Schulter schauen.

Ein helles „Pling! Pling! Pling!“ hört man anderer Stelle. Mit seiner mobilen Esse (Schmiedefeuer) ist Paul Engbers in seine Heimatstadt gekommen, um die Heimatfreunde zu unterstützen. Immer wieder fällt der schwere Hammer auf das glühende Eisen. Unter den erfahren Händen werden Nägel geschmiedet, die die Besucher als Andenken mitnehmen dürfen.

Am offenen Lagerfeuer können Kinder ihr eigenes Stockbrot backen. Viele  weitere Attraktionen laden zum Mitmachen, Anschauen oder zum Kauf ein. Mehr als zufrieden zeigte sich Rotherm daher mit dem diesjährigen Erntedankfest, das er als Selbstläufer bezeichnete. „Das Wetter passt, die Besucher kommen – was will man mehr“ sagt er. Schon der Gottesdienst der Nachbarschaften am Vortag war super besucht.

Quelle AZ

Von duftenden Broten bis zu altem Handwerk

Ökumenischer Gottesdienst und Erntedankfest auf dem Museumshof

Von Florian Schütte AZ

Gescher.Wenn den Besuchern des ökumenischen Gottesdienstes der  Nachbarschaften auf dem Museumshof am Samstag (26. 9.) der Duft von frisch gebackenem Steinofenbrot um die Nase weht und das mit Früchten und Gemüse geschmückte Wagenrad des LOV bunt leuchtet, dann wird das Erntedankfest plötzlich mit allen Sinnen erlebbar.

Los geht der ökumenische Erntedank-Gottesdienst am Tag vor dem Strohmarkt um 15 Uhr. Dann sind besonders die Nachbarschaften auf den Museumshof eingeladen. „Wer im Besitz einer Nachbarschaftsfahne sind, darf diese gerne mitbringen, um dem Gottesdienst einen gebührenden Rahmen zu verleihen“, sagt Nachbarschafts-Oberpräsident Manfred Blesenkemper. Wie in den Jahren zuvor unterstützt der Heimatverein Gescher das Vorbereitungsteam. Der LOV, die Landfrauen und die Landjugend schmücken den Museumshof mit Früchten und Gemüse aus der heimischen Landwirtschaft. Freuen dürfen sich alle Besucher aber auch auf Kaffee und Kuchen, sowie gekühlte Getränke, die im Anschluss an den Gottesdienst im Brauhaus und auf dem Vorplatz angeboten werden.

Ebenfalls am Samstag wird bereits der Steinofen angefeuert, sodass die ersten Brote an dem Tag ab 10 Uhr, aber auch nach dem Gottesdienst noch erhältlich sein werden, wie Elmar Rotherm betont. „Am Sonntag sind ab 10 Uhr aber auch wieder Brote zu erwerben“, sagt der Heimatvereinsvorsitzende über den Strohmarkt-Sonntag (27. 9.). Um Brot geht es auch bei der Landjugend Gescher. „Die betreuen bei uns das Stockbrotbacken für die Kinder“, informiert Rotherm. Daneben gibt es viele regionale Spezialitäten wie die begehrten Buchweizenpfannkuchen, Erbsensuppe, Töttchen, Bratwurst, aber auch Matjes. Die Cafeteria des Heimatvereins ist ab 13 Uhr geöffnet. Landwirtschaftliche  Produkte bietet auch Birgit Bartsch an ihrem Stand von NaturOH an.

Zudem können die kleinen und großen Besucher alte Handwerkskunst hautnah erleben. Die beiden Korbflechter Josef Tastowe und Josef Knuf führen in dieses besondere Handwerk ein. „Außerdem wird ein Schmied mit den Kindern kleine Dinge schmieden“, blickt Elmar Rotherm voraus. Für die musikalische Untermalung sorgt im Hintergrund ein Drehorgelspieler. „Und wenn dann das  Wetter noch passt, kann’s ja was werden“, ist Rotherm optimistisch.

Besuch aus Eibergen

Gescher.„Koffi met Geback“ wurde den Ehrenamtlichen des Kräutergartens Eibergen (NL) gereicht, die sich zu einem Ganztagesausflug in Gescher getroffen haben. Einquartiert wurde die Gruppe im Brauhaus des Museumshofes. Von dort wurden im Nahbereich – dank Kombiticket – das Heimathaus mit seinen Gärten, das Westfälische Glockenmuseum sowie das Bienenmuseum besichtig und erkundet. Nach dem Mittagessen besuchte ein Teil der Gruppe den gepflegten, immergrünen Garten Elfen-Art von der Familie Denno, Schuckertstraße, während sich der andere Teil mit Britta Heidel von Stadtmarketing und Franz-Josef Menker auf den Weg machte, um die Stadt mit ihrer spannenden Geschichte, Architektur und Besonderheiten zu erkunden. Dass dabei die vielfältigen Beziehungen zu den Niederlanden, wie z.B. die Bibelfliesen, die niederländisch-spanische Architektur der Villenhäuser sowie die Berkel als Transportweg für den Warenaustausch und Handel mit den Niederlanden zur Sprache kamen, versteht sich von selbst. So verlebten die niederländischen Freundinnen und Freunde unter Leitung von Roel Heij, dem Vorsitzenden, und Erika Ordelmann als Kassenwartin einen erlebnisreichen Tag.
Quell AZ

Kaffeepause stärkt durchnässte Montagsfahrer

Tagestour über Rosendahl nach Legden

Gescher.Unterwegs sind sie in der wärmeren Jahreshälfte jeden Montag. Eine ganztägige Ausfahrt machen sie jedoch nur einmal im Jahr. Entsprechend gut gelaunt starteten die Montagsfahrer jetzt ihre Ganztagstour. Mit 31 Teilnehmern ging es durch Tungerloh und an der Großen Kapelle am Rande von Coesfeld vorbei, um nach kurzer Strecke Schloss Varlar zu erreichen.

„Hier nutzten wir den kurzen Stopp für ein Gruppenfoto mit dem Schloss als malerischem Hintergrund“, erzählt Josef Bieber. Das nächste Ziel war Schloss Darfeld. „Dort spendierte Egon den inzwischen schon traditionellen ,Verstärker’“, erzählt der Schriftführer der Montagsfahrer weiter. „Während dieser Pause erschien eine Dame mit dem Fahrrad und machte deutlich, dass unser Aufenthalt dort nicht erwünscht sei. Sie stellte sich als Mitarbeiterin der Schlossverwaltung vor und erklärte, unser Aufenthalt an dieser Stelle würde den laufenden landwirtschaftlichen Betrieb erheblich stören“, so Bieber
weiter.

Nach dem Aufsitzen steuerten die Montagsfahrer ihr Mittagsziel, die Gaststätte Feldkamp in Darfeld, an. Durch den Eingangsbereich im rustikalen Stil der 50er- und 60er-Jahre gelangten sie in den hinteren, modern gestalteten Teil des Gasthauses, wo die Tische bereits eingedeckt waren. An einem reichhaltigen Büfett konnte sich jeder nach Herzenslust bedienen, heißt es weiter in der Pressemitteilung.

„Einige von uns warfen währenddessen bereits einen besorgten Blick nach draußen – nicht ohne Grund.“ Es begann zu regnen. Gut vorbereitet setzten die Montagsfahrer ihre Tour zunächst bei leichtem Regen fort, der bis zum Ziel in Legden jedoch stärker wurde. Wer keine geeignete Regenkleidung dabei hatte, war schließlich bis auf die Haut durchnässt. Der gute Kaffee und der leckere Kuchen versöhnten jedoch alle wieder mit dem Wetter.
Anlässlich des 40-jährigen Jubiläums wurden Kaffee und Kuchen vom Heimatverein Gescher sowie von der Radbude Schellerhof teilweise gesponsert.

In mittlerweile nicht mehr ganz trockener Kleidung erreichten die Montagsfahrer schließlich wieder Gescher. „Sicherlich waren alle froh, zu Hause nach einer warmen Dusche endlich wieder in trockene Kleidung schlüpfen zu können“, ist sich Josef Bieber sicher.
Quelle AZ

Markt auf dem Museumshof und Naturparktag Hohe Mark

Karnevalsprinz gewinnt Kochduell

Von Sebastian Schütte
Gescher.Wer schon immer mal die Kochkünste von Karnevalsprinz Stefan I. sowie Bürgermeisterin Anne Kortüm bewundern wollte, kann sich am Sonntagmittag auf dem
Museumshof ein gutes Bild davon machen. „Da liegt ja schon eine ganze Menge”, findet Moderatorin Beate Heimann, als sie auf den Platz von Prinz Stefan schaut. Dieser möchte
innerhalb des einstündigen Duells eine Nudelpfanne zubereiten. Bürgermeisterin Kortüm versucht, die Besucher mit einem Eintopf zu überzeugen. „Zu Hause kocht eher mein
Mann, aber Eintöpfe mache ich auch ab und zu”, sagt sie. Wer von beiden Kontrahenten am Ende gewinnen wird, entscheidet allein das Publikum.
Auf einem Flipchart sollen die Besucher ihre Punkte abgeben und dabei bewerten nach den Kriterien Ordentlichkeit, Kreativität und natürlich Geschmack. „Lassen wir die beiden
erst einmal in Ruhe arbeiten”, sagt Moderatorin Heimann und interviewt derweil Leute aus dem Publikum.
Aber auch neben dem Kochduell bietet der Markt einiges. So werden viele lokale Produkte angeboten, wie frisches Gemüse, Honig oder Marmelade. Markus Lanfer hat seine Moorschnucken mitgebracht, die immer wieder ein Magnet für die kleineren Gäste sind. Ebenso gibt es alte Handwerkskunst zu bestaunen, wie das Spinnen von Wolle oder das
Schleudern von Honig.
Letzteres wird bei einer Führung in der Grundschule „Hand in Hand” ausführlich gezeigt – dies ist Teil des Naturparktags Hohe Mark, der parallel zum Markt stattfindet. Das
Bienenmuseum hat deshalb ebenfalls kostenlos geöffnet. Theo Heenen vom Imkerverein zeigt hier, wie die Bienen arbeiten, wie Honig hergestellt wird und welche Werkzeuge
dafür benutzt werden. „Letztes Jahr waren etwa 200 Leute hier, und die kommen nicht nur aus der Umgebung, sondern auch von weiter weg. Zum Beispiel aus Marl”, gibt Heenen
zu Protokoll. Für die Kinder ist ein kleines Quiz vorbereitet worden, bei dem es zehn Preise zu gewinnen gibt – viele davon passend zum Thema Bienen.
Draußen beim Kochduell geht es dann langsam in die heiße Phase. „Gucken wir mal, ob Gescher in närrischer oder doch in Verwaltungshand ist”, sagt Beate Heimann. Sie ist dann
auch die Erste, die von den Speisen probieren darf, und zeigt sich gleich von beiden Gerichten begeistert. Prompt bilden sich lange Schlangen vor der Essensausgabe und in
Nullkommanichts sind beide Töpfe bereits leer. „Wir müssen das nächste Mal mehr kochen”, findet Heimann. Das Publikum applaudiert den beiden Kontrahenten und vergibt seinePunkte. Am Ende steht ein 36 zu 20 für Prinz Stefan I. auf dem Flipchart. Als Dankeschön bekommen die beiden sowie Moderatorin Heimann noch einen Präsentkorb vonStadtmarketing-Chef Johannes Schneider überreicht. Darin enthalten: Gemüse, Nudeln und Honig aus der Region – passend zum Markt.

Quelle: Allgemeine Zeitung

 

Saisonstart der Montagsfahrer

Saisonstart der Montagsfahrer: Wenn es die Witterung erlaubt, wollen die Montagsfahrer des Heimatvereins Gescher am 10. März in die 39. Radsaison starten. Treffpunkt ist immer auf dem Parkplatz neben der Bücherei, wo pünktlich um 14 Uhr gestartet wird. Bei der ersten Tour wird nach einer kurzer Fahrt in der Regel eine nah gelegene Gaststätte aufgesucht. Zum Saisonbeginn bietet sich daher für neue Radler – auch aus umliegenden Orten – der Einstieg an. Das Leitungsteam hat schon viele Touren in der Planung, über gut ausgebaute Wege und Pättkes in der Umgebung. Die Fahrstrecke ist in der Regel zwischen 30 und 40 Kilometer, zwischendrin gibt es immer eine Pause. Die Rückkehr nach Gescher ist immer gegen 18 Uhr geplant. Ein verkehrssicheres Rad ist obligatorisch, ein Helm sollte getragen werden. Für Rückfragen ist Tourenleiter Egon Rensinghoff, Tel. 02542/4885, ansprechbar.


Wochenpost           28. Februar 2025