GESCHER. Zur traditionellen Pättkesfahrt am Pfingstsamstag (23. 5.) lädt der Heimatverein ein. Abfahrt ist um 13 Uhr von der Schule Hand in Hand (früher Pankratiusschule). Gerburgis Dinkheller vom Vorbereitungsteam hat eine Strecke von circa 37 Kilometern Richtung Hochmoor ausgefahren. In der Gaststätte Wübbeling können sich die Teilnehmer bei Kaffee und Kuchen stärken. Eine Führung bei der Tante-Enso-Filiale ist geplant. Auf der Rückfahrt steht noch der Besuch einer Alpakaherde auf dem Programm. Auch Nichtmitglieder sind willkommen.
Dank Warnwesten besser sichtbar
Montagsfahrer sind seit 40 Jahren rund um Gescher unterwegs

Gescher. (sk) Seit nunmehr vierzig Jahren sind sie in der Glockenstadt nicht mehr wegzudenken – die Rede ist von den Montagsfahrern; eine Gruppe radfahrbegeisterter innerhalb des Heimatvereins. Am Montag starteten sie wieder in die Saison. Damit diese auch unfallfrei enden kann, überreichte Markus Kerkhoff von der Volksbank Westmünsterland eG, dem Führungsteam einen Satz leuchtend-gelber Warnwesten. „Vierzig Jahre Montagsfahrer Gescher“ prankt auf dem Rückenschild. Hiermit ist die Gruppe im Straßenverkehr weithin sichtbar.
Die Zahl vierzig hatte es bei der ersten Ausfahrt in sich: denn eine solche Anzahl Radler- und Radlerinnen trafen sich bei eitlem Sonnenschein aber einem frischen Wind um gemeinsam die Natur zu erkunden. Dabei findet das Leitungsteam unter Egon Rensinghoff immer neue Ziele, die in der näheren Umgebung angesteuert werden. Das gemeinsame Radeln, das Entdecken und erkunden der Umgebung aber auch die Geselligkeit stehen im Vordergrund der Fahrten. So gibt es immer ein Cafe, das angesteuert wird, in dem man sich stärken kann.
Im Heimatverein gab es 1986 die Bestrebungen eine Radfahrgruppe zu erstellen. Mit Erich Bittner und Rudi Rennert wurde die Idee in die Tat umgesetzt. Die Begeisterung war da und die Gruppe wuchs und stabilisierte sich. Ab 2005 übernahmen Josef Kribbel und Bernhard Lammering die Leitung und ab 2015 Egon Rensinghoff. „Heute hat sich die durchschnittliche Beteiligung bei 35 Personen pro Tour eingependelt“, weiß Josef Bieber. Durchschnittlich werden pro Jahr 1300 Kilometer gefahren was einer Tagesleitstung von 25 bis 45 Kilometer entspricht, erzählt der „radfahrende Rentner“ weiter. Nur zwei Mal sei es bei den zahlreichen Touren zu Unfällen gekommen. „Mit den neuen Warnwesten sind wir auf jeden Fall von weithin sichtbar und als Gruppe erkennbar“ freut sich Rensinghoff, der sich gemeinsam mit allen Montagsfahrern bei dem Sponsor bedankt. Damit die „Radelnden Rentner“ auch weiterhin unfallfrei zurückkehren richten sie ihren Appell an die anderen Verkehrsteilnehmer, sich rücksichtsvoll gegenüber der Gruppe zu verhalten. Es sei nicht allen bekannt, dass eine solch zahlenmäßig große Gruppe Sonderrechte genießt. „Wir wollen doch alle wieder gesund heimkehren!“ hieß es.
Aufgrund der immer noch herrschenden Begeisterung ist man sich sicher, dass es die Montagsfahrer auch in Zukunft noch geben wird. Dabei sind neue Mitfahrende immer willkommen.
Gescherer Zeitung
Über 45.000 Kilometer „erstrampelt“
Nach 34 Touren haben die Montagsfahrer die Saison 2025 beendet
Gescher (sk). 34 Radtouren unternahmen die Montagsfahrer in diesem Jahr. Dabei „erstrampelten“ sie 45.477 Kilometer. Mit diesen Zahlen wartete der Vorstand beim Jahresabschluss im Hotel Grimmelt auf. Hierzu konnte Egon Rensinghoff zahlreiche Mitfahrer begrüßen. Dabei gedachte man der vier im letzten Jahr verstorbenen Mitfahrer.
Das Wetter ließ es trotz Mitte November zu, dass sich einige Montagsfahrer noch einmal auf das Rad begaben, um eine kleine Tour rund um Gescher zu unternehmen, bevor man sich bei Kaffee und Kuchen stärkte. Josef Bieber ließ dabei das vergangene Jahr Revue passieren, was er mit einer interessanten Fotoshow untermalte. Dabei wusste er von so mancher humorvollen Anekdote zu berichten. So kam es hin und wieder zu kleineren „Unfällen“, die meist auf Unachtsamkeit zurückzuführen waren, bei denen es jedoch höchstens zu kleinen Blessuren kam. Das sei aber auch wohl auf die bewährte Organisation der Radtouren zurückzuführen, hieß es. „Vielleicht liegt es auch am Reisesegen, den Pastor Jacob kurz vor der ersten Ausfahrt am 10. März erteilt hat“, schmunzelte Bieber. So zeichnen Antoinette Herbstmann, Marlene Pacelt, Willi Köjer, Clemens Kloster, Ludger Nienhaus als „Sicherungsposten“ verantwortlich.
Für die allgemeine Organisation mit der Auswahl der Routen sowie die Auswahl eines Cafes sind Egon Rensinghoff, Josef Schlüter sowie Norbert Olthoff verantwortlich. Ausgeschieden aus dem Team ist Marlene Pacelt. Für ihre Arbeit und die viele Zeit dankte Egon Rensinghoff ihnen mit einem kleinen Präsent.

Foto:sk
Seit 2005 erstellt Josef Bieber regelmäßig nicht nur einen Jahresrückblick, sondern untermalt diesen immer wieder mit interessanten Fotos. Dafür erhielt er einen besonderen Applaus seiner Mitfahrer. Für Schmunzler sorgte Heinrich Gehling mit kleinen „Vertellkes“ in plattdeutscher Sprache.
Bei der bundesweiten Aktion „Stadtradeln“ erradelten die Montagsfahrer die erstaunliche Anzahl von 24.668 Kilometern und zählten somit zu den „Zugpferden im Kreis Borken“, wie Rensinghoff sagte. Bei den in diesem Jahr durchgeführten 34 Touren, die bei Hitze, aber auch bei Regen stattfanden, gab es 1.212 Teilnehmer, also durchschnittlich 35 Personen. „Wir rechnen immer zwischen 25 und 55 Personen“, meinte Bieber.
Es gab untereinander noch viel zu erzählen, sodass die Zeit rasch verging. Nun hoffen die Montagsfahrer, auch im kommenden Jahr wieder interessante Touren durch das schöne Münsterland unternehmen zu können. Was immer wieder gern gesehen wird, so Vorsitzender Egon Rensinghoff, sind Mitfahrende, die sich nicht nur auf eine schöne Tour freuen, sondern sich aktiv beteiligen. „Dabei sollten sich insbesondere jüngere und fitte Mitfahrer angesprochen fühlen“, so Rensinghoff.
Die Gruppe der Montagsfahrer stellt eine Untergruppierung des Heimatvereins dar. Wenn auch jeder willkommen sei, so legte Josef Schlüter den Teilnehmern doch eine Mitgliedschaft im Heimatverein nahe.
Gescherer Zeitung
Bewegte Bilder halten Stadtleben in lebendiger Erinnerung
Stadt-TV zeigt filmischen Jahresrückblick

Foto: Stadt-TV
GESCHER. „Film ab“ hieß es an zwei Nachmittagen im großen Saal des Rathauses, wo Edeltraud Ening zahlreiche Interessierte aus Gescher und Umgebung zur Vorführung des Jahresrückblicks 2024 begrüßte. «Es überrascht immer wieder, mit welchem Elan und Einsatz so ein Jahreswerk in Bild und Ton entsteht“, so Ening.
Sie dankte ihren Kollegen Anton Nienhues, Dr. Hubert Upgang, Erwin Honvehl-mann und Daniel Elsing für das hervorragende Ergebnis. Auch Elmar Rotherm, Vorsitzender des Heimatvereins, würdigte die Arbeit des Stadt-TV. Den größten Dank bekam das Publikum: „Wenn Sie uns nicht teilhaben lassen würden, an Ihren Events, Ihren Feierlichkeiten, Ihrem Vereinsleben in Gescher und Hochmoor, dann gäbe es keinen Film.“ Viele Ereignisse wurden wieder im Bewusstscin der Zuschauer lebendig – Karneval, Demos, Stadtevents, Verabschiedungen und Begrüßungen, Historisches und Neues. Die Filme vom Stadt-TV sorgen dafür, dass in Gescher das Leben und die Menschen in Zukunft lebendig bleiben. Jeder Film ist ein Stück Zeitgeschichte von Gescher und eigne sich als Weihnachtsgeschenk für Verwandte und Freunde, die Gescher verbunden sind. Die Filme sind bei den Mitarbeitern vom Stadt-TV und beim Stadtinarketing erhältlich.
Gescherer Zeitung
„Gemeinsame Arbeit trägt Früchte“
Generalversammlung des Heimatvereins Gescher
GESCHER (bv). Eine stabile und unverzichtbare Säule im Vereinswesen der Glockenstadt ist der Heimatverein Gescher. Das wurde einmal mehr deutlich auf der jüngsten Generalversammlung im Hotel Zur Krone, wo Vorsitzender Elmar Rotherm rund 90 Teilnehmer willkommen hieß.
Den Geschäftsbericht trug Schriftführer KarlHeinz Löderbusch vor, für dessen akribische Arbeit es am Ende ein großes Lob gab. Monika Niehues trug den Kassenbericht vor, der mit einem positiven Ergebnis und einem gesunden Finanzpolster abschloss. Dafür bekam sie viel Beifall. Der Vorstand wurde einstimmig entlastet. Dem folgte das leibliche Wohl mit Moos un Mettwoste aus der Hotelküche Grimmelt nach hauseigenem Rezept.
Auch Termine wurden noch bekannt gegeben mit dem Weihnachtsmarkt mit Reibeplätzchenstand am 29. und 30. November, dem Frühlingsfest am 29. März, dem Markt auf dem Museumshof am 7. Juni, der Pättkesfahrt am 23. Mai, der Glockenstadttour, dem Erntedankfest am 27. September, dem Grünkohlessen mit Programm am 5. November, dem Jahresrückblick StadtTV am 14. und 15. November 2026. Das ganze Jahr über gibt es außerdem noch gemeinsame Sitzungen der Arbeitsgemeinschaften und mit eingebunden sind auch der Plattdütske Kring, die Montagsfahrer, LOV, KUB, Landfrauen und noch einige mehr. „Die gemeinsame Arbeit trägt Früchte“, ist ein positives Fazit und auch die Stadt Gescher ist immer wieder im Boot, freut sich der Heimatverein. Im dritten Teil der Versammlung waren Anton Nienhuis, Dr. Hubert Upgang und Erwin Honvehlmann von Stadt-TV Gescher gefragt, die das ganze Jahr über mit der Kamera unterwegs sind. Sie hatten sich für diesen Abend Filmausschnitte aus den 60er Jahren ausgesucht mit Ereignissen in und um Gescher und weckten damit Erinnerungen an vergangene Zeiten.

Foto: Kortbus
Gescherer Zeitung
Von Karneval bis Demo, von Begrüßung bis Abschied
Stadt-TV zeigt filmischen Rückblick auf das Jahr 2024
Gescher. Auch im Jahr 2024 war das Team Stadt-TV in der Glockenstadt unterwegs, um wichtige Ereignisse in Bild und Ton fest zu halten. „Das Ergebnis kann ich sehen lassen“, meinen die Mitarbeiter von Stadt-TV. Der neue Film macht deutlich, wie sehr die Menschen in Gescher in den zahlreichen Vereinen und Nachbarschaften das Miteinander hegen und pflegen.
Der Film schlängelt sich langsam durch das Jahr 2024. Bei den prägenden Lokalereignissen war die Kamera fast immer dabei. Die Bandbreite reicht von Politik, Karneval und Demos bis zu Musik und Theater. Veranstaltungen gab es zu jeder Jahreszeit, bei jedem Wetter, drinnen und draußen. Wie immer gab es für die Gescheraner Neues und Altes, Lustiges und Nachdenkliches, Verabschiedungen und Begrüßungen. Mehr möchten die Veranstalter zum jetzigen Zeitpunkt nicht verraten. „Kommen Sie und lassen Sie sich überraschen. Es lohnt sich“, verspricht das Stadt-TV-Team in einer Pressemitteilung.
Der Jahresrückblick 2024 wird am Samstag (8.11.) um 15.30 Uhr und am Sonntag (9.11.) um 15 Uhr im Rathaus gezeigt. Am Samstag stehen in der Pause Kaltgetränke zum Selbstkostenpreis bereit, am Sonntag gibt es bei Kaffee und Gebäck die Möglichkeit, ein wenig miteinander zu klönen.
Für Personen mit Rollatoren oder Rollstühlen steht im Rathaus ein Aufzug zur Verfügung. Wie in den vergangenen Jahren kann der Film nach der Vorführung käuflich erworben werden – wer Interesse hat, sollte sich einfach an die Mitarbeiter wenden. Der Eintritt ist frei, für Spenden steht eine Spendenbox bereit.
Gescherer Zeitung
Heimatfreunde genießen „Moos“
GESCHER. Die Generalversammlung des Heimatvereins Gescher findet am Donnerstag (6. 11.) ab 18.30 Uhr im Saal Grimmelt statt. Gleichzeitig ist an diesem Abend das traditionelle Grünkohlessen „Moos und Mettwoste“ mit musikalischer Unterhaltung. Stadt-TV zeigt einen interessanten Filmbeitrag. Für das Essen ist eine Anmeldung unter Tel. 918600 bis zum 3.11. erforderlich.
Umzug zum Markt
Kiepenkerle verteilenSonntag in Stadtlohn Äpfel und Eier
Gegen 13.30 Uhr soll am Sonntag der Umzug der Kiepenkerle in Stadtlohn beginnen. Er endet traditionell auf dem Marktplatz, wo Bürgermeister Berthold Dittmann die Gäste begrüßt.

Zum 44. Mal treffen sich an diesem Wochenende Kiepenkerle und Bäuerinnen aus dem ganzen Münsterland in Stadtlohn.
STADTLOHN Nachdem bereits am Samstag, 18. Okotber, in der Stadt schon einiges los war, startet am Sonntag gegen 13.30 Uhr der große Umzug der Kiepenkerle und führt, musikalisch begleitet von der Stadtlohner Husarenkapelle durch die Innenstadt Richtung Marktpütt. Dort werden sie vor dem Fassanstich von Bürgermeister Berthold Dittmann um 14 Uhr offiziell begrüßt. Anschließend verteilen die Kiepenkerle und Bäuerinnen, wie in jedem Jahr, insgesamt über 400 Kilogramm Äpfel und mehr als 3.000 Eier an die Besucherinnen und Besucher. Die Stadtlohner Einzelhändler laden an diesem Wochenende zum ausgiebigen Herbstshopping ein und öffnen ihre Geschäfte samstags bis 18 Uhr und am Sonntag von 13 Uhr bis 18 Uhr.
Musikalisch begleitet wird der Sonntag durch die Wiesentaler Musikkapelle, die Stadtlohner Husaren und dem Spielmannszug Stadtlohn. Die Kiepenker-lausstellung in der Dufkamp-straße öffnet am Sonntag in der Zeit von 12 bis 18 Uhr die Türen. Dort kann man sich über die Kiepenkerle und die über 40-jährige Tradition des Kiepenkerlsonntags in Stadtlohn informieren. Die Ausstellung zeigt ausgewählte Werke aus einer privaten Sammlung.
Für das leibliche Wohl ist mit Waffeln, Reibekuchen, Pommes und Co. bestens gesorgt. Die Gaststätten in der Innenstadt warten zudem mit Kaffee und Kuchen auf. Die Innenstadt bleibt während dem Wochenende für den Autoverkehr gesperrt. Die Besucher werden gebeten umliegende Parkplätze zu benutzen, •www.stadtmarketing-stadtlohn.de

Wochenpost: Stadtlohn, den 17. Oktober 2025
Backtradition zieht Besucher an – 400 Brote verkauft
Erntedankfest des Heimatvereins auf dem Museumshof

Fotos: Andrea Schüttert
Gescher (as). Der Duft von frischem Brot aus dem Ofen zieht viele Menschen an – und sofort bildet sich eine lange Schlange. Uber vierhundert Brote backt der Heimatverein im Laufe des Tages und im Nu ist jede Charge immer sofort verkauft. Aber auf dem Erntedankfest, das der Heimatverein Gescher gestern parallel zum Strohmarkt auf dem Museumshof ausrichtet, gibt es noch viel mehr zu sehen.
Der Musikzug Gescher 1886 e.V. bringt die Gäste mit einem Frühschoppenkonzert in Schwung, und auch die Kinder kommen nicht zu kurz. Stilecht in Kiepenkerltracht oder Münsterländer Arbeitskluft versorgen Mitglieder des Heimatvereins die kleinen Gäste kostenlos mit Stockbrot. „Wir halten hier alles ehrenamtlich in Schuss“, wird stolz betont. Wer keinen Appetit auf Stockbrot hat, kann sich aber auch an Bratwürstchen oder selbstgebackenen Kuchen gütlich tun. Josef Knuf zeigt derweil interessierten Besuchern die alte Handwerkskunst des Korbflechtens. „Ich gehe jetzt auf die 80 zu, und wenn ich nicht mehr kann, wird das Korbflechten hier aussterben“, bedauert er. Einen Nachfolger hat er leider nicht. Unterstützung erhält der Heimatverein von der Landjugend. Eine liebevoll gestaltete Strohkrone und ein Wagenrad ziehen viele begeisterte Blicke und gezückte Handys auf sich.
Heimatfreund und Vereinsmensch
Paohlbürger Ewald Koller im Alter von 82 Jahren verstorben

Von Bernhard Voßkühler
Gescher. Mit Ewald Koller verstarb jetzt ein geschätzter Paohlbürger, Urgestein der Glockenstadt, Heimatfreund und Familienmensch. Der gebürtige Gescheraner mit Elternhaus an der Carolusstraße wurde am 13. Juli 1943 geboren. Nach der mittleren Reife begann seine berufliche Laufbahn bei der Sparkasse Coesfeld. Später kümmerte er sich als stellvertretender Leiter der Zweigstelle Gescher schwerpunktmäßig um das Kundengeschäft.
Doch das Leben von Ewald Koller war auch von großem ehrenamtlichen Einsatz geprägt. Von 1982 bis 1999 war er Vorsitzender des Heimatvereins Gescher und in dieser Funktion hat er die Erweiterung des Museumshofes betrieben – Museumsschoppe, Back- und Brauhaus mit Remise entstanden. Maßgeblichen Einfluss hat der Verstorbene auch auf den Umbau der ehemaligen Turnhalle zum Kutschenmuseum genommen. Für diesen Einsatz und weitere Aktivitäten im Verein wurde er 1999 zum Ehrenvorsitzenden des Heimatvereins ernannt.
Seit 1982 war Koller über 25 Jahre auch Vorsitzender der St-Ludgerus-Schützengilde Harwick. Hier gelang es ihm, besonders auch die jüngeren Schützenmitglieder in die Vorstandsarbeit einzubinden. Zu königlichen Ehren kam Ewald Koller im Jahre 1982 zusammen mit Gisela Seifer als Königin.
Gewürdigt wurde sein überdurchschnittliches Engagement auch von höchster Stelle. Im Namen des Bundespräsidenten überreichte der damalige Landrat Gerd Wiesmann Koller im Jahre 2008 im Rathaus Gescher die Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland. In seiner Laudatio stellte der Landrat die besonderen Verdienste des Geehrten heraus. Das Ehrenamt sei für den Zusammenhalt der Gesellschaft unverzichtbar, so der Landrat, und Koller zähle zu den Menschen, die ihre Zeit, Kraft und Fähigkeiten nicht nur für die eigene Existenz und ihre Familie einsetzten.
Für 50-jährige Mitgliedschaft in der CDU wurde Ewald Koller ebenfalls geehrt. Hier war er auch im Vorstand aktiv und war bis zuletzt im Vorstand der CDU-Seniorenunion. Seit über 50 Jahren sang er im Kirchenchor St. Pankratius Gescher und war früher Musiker im Jugendorchester. Auch war Koller Mitglied in der Kolpingsfamilie Gescher und immer dem Vereinswesen zugetan. Das alles war ihm natürlich nur möglich, weil ihm seine Ehefrau Christel stets den Rücken frei gehalten hat für seine umfangreichen Aktivitäten und ehrenamtlichen Aufgaben. In seiner Freizeit stieg der Verstorbene gern aufs Fahrrad und erkundete die nähere Heimat. Gern unterhielt er sich mit Menschen, die er in seinem langen Leben reichlich kennen gelernt hat.
Am Freitag, 26. September, wird Ewald Koller auf dem Friedhof in Gescher beigesetzt. Neben seiner Familie wird ihm hier eine große Trauergemeinde das letzte Geleit geben.
