











Erntedankfest auf dem Museumshof für den Heimatverein ein „Selbstläufer“
Gescher sk
Mit kulinarischen Köstlichkeiten verwöhnen die Landfrauen und Heimatfreunde auch auf dem Museumshof die unzähligen Besucher. „Wir haben zum Glück viele Helfer am Start – sonst wäre ein solches Fest gar nicht zu stemmen“, sagt Elmar Rotherm, Vorsitzender des Heimatvereins, der am Sonntag auf dem Museumshof das Erntedankfest feiert.
Mit einem Frühschoppenkonzert erfreut der Musikzug Gescher unter der Stabführung von Martijn Linderhof die Gäste. Der Duft von frisch gebackenem Brot und des Buchweizenpfannkuchens zieht über das Gelände.
Immer wieder schieben die Männer die Brotlaibe in den vorgeheizten Ofen. Und so geht das im historischen Steinofen gebackene Brot weg wie die oft zitierten „warmen Semmeln“. „Wir können gar nicht so schnell backen“, erzählt Michael Goos vom Backteam. Dabei sorgen Bertholt Böing und Martin Kröger immer wieder für Nachschub an Teig-Rohlingen.
Gleiches gilt für die beliebten Buchweizenpfannkuchen, die angeboten wurden. „So etwas Leckeres bekommt man ja nicht alle Tage“ meint ein Besucher. Derweil gibt es für die großen und kleinen Besucher allerhand zu sehen und zu bestaunen. Neben den Oldtimertreckern auf dem Schulhof zieht auch Heinrich Sicking als Wurstaufholer, stilgerecht mit der Gaffel immer wieder Blicke auf sich.
Korbflechter Josef Knuf aus Weseke und sein Kollege Josef Tastowe aus Hochmoor bieten nicht nur ihre Erzeugnisse an, sondern lassen sich bei der Arbeit gern über die Schulter schauen.
Ein helles „Pling! Pling! Pling!“ hört man anderer Stelle. Mit seiner mobilen Esse (Schmiedefeuer) ist Paul Engbers in seine Heimatstadt gekommen, um die Heimatfreunde zu unterstützen. Immer wieder fällt der schwere Hammer auf das glühende Eisen. Unter den erfahren Händen werden Nägel geschmiedet, die die Besucher als Andenken mitnehmen dürfen.
Am offenen Lagerfeuer können Kinder ihr eigenes Stockbrot backen. Viele weitere Attraktionen laden zum Mitmachen, Anschauen oder zum Kauf ein. Mehr als zufrieden zeigte sich Rotherm daher mit dem diesjährigen Erntedankfest, das er als Selbstläufer bezeichnete. „Das Wetter passt, die Besucher kommen – was will man mehr“ sagt er. Schon der Gottesdienst der Nachbarschaften am Vortag war super besucht.
Quelle AZ
