Plattdeutsches steht im Fokus

Nachricht der Gescherer Zeitung vom 31. Januar 2019

GESCHER. Am kommenden Mittwoch (6.2.) um 15 Uhr treffen sich die Plattförderer im Heinrich-Hörnemann-Haus, Lindenstraße 2, um gemeinsam dazu beizutragen, dass das schöne Platt deutsch in Wort und Gesang erhalten bleibt. In gediegener Atmosphäre mit einer reich gedeckten Kaffeetafel werden wieder alle Register gezogen, versprechen die Organisatoren vom Plattdütsken Kring im Heimatverein. Nach der Begrüßung wird das Lied „Wäg mät de Verdreedlichkeit“ erklingen. Auch das weitere Programm wird keine Langeweile auf kommen lassen. Gegen 18 Uhr soll das Treffen ausklingen. Interessenten und Gäste sind beim Kring wie immer willkommen, heißt es.


Schöne Bescherung vor dem Christkind

Bericht der Gescherer Zeitung vom 27. Dezember 2018  (Auszug)

GESCHER (sk). Nicht wegzudenken sind die Konzerte des Musikzuges und das Ständchen des Männergesangvereins Gaschari am Heiligen Abend, die mit ihrer Musik das Warten auf das Christkind verkürzen. Für viele Gescheraner gehört das Weihnachtsständchen des Musikzuges zum Heiligen Abend ebenso wie die Bescherung.

 „Wir hatten wohl noch nie so viele Gäste wie heute“, freut sich nicht nur der Dirigent Martin Eßling. Das mag aber wohl an dem schönen Wetter gelegen haben, dass die Zuhörer den Weg zum

Museumshof fanden. Nicht nur das Hauptorchester, sondern auch das Jugend-und Einsteigerorchester des Musikzuges Gescher e.V. wusste mit bekannten und weniger bekannten Weihnachtsmelodien das Warten auf das Christkind zu verkürzen.

Der Applaus am Ende des Konzertes zeigt die Freude, die die Musiker den Gescheranern machen. Zuvor hatten die Musiker den Bewohnern des Altenwohnheimes und der Stiftung Haus Hall einen Besuch abgestattet.

Plattdütske begrüßen das neue Jahr

Nachricht der Gescherer Zeitung vom 27. Dezember 2018

GESCHER. Am 2. Januar treffen sich Geschers Plattexperten um 15 Uhr im Heinrich-Hörnemann-Haus, Lindenstraße 2. Nach der Begrüßung mit „Niejaohr affwinnen“ und einem Rückblick wird das bekannte Lied „Wat frog wie füll noar Geld un Gut“ angestimmt. Danach hören die Teilnehmer etwas unter dem Thema „lustig Platt“. Natürlich wird gleichzeitig der Kaffee mit dem Kuchengedeck bereitstehen. Die Plattfreunde haben Nachricht der Gescherer Zeitung vom 27. Dezember 2018 im vergangenen Jahr viel für „Geskers Platt“ getan und sind sich einig, dass das Platt Zukunft hat. Ein kleiner Kreis hat wieder ein interessantes Programm vorbereitet mit Heimatgeschichten und Liedern, wobei einige Lieder neu eingesungen werden, so von Dietrich Bonhoeffer und anderen. Somit wird das „Neue Jahr“ wieder mit Freude begrüßt. Gegen 18 Uhr wird das Treffen aus¬ klingen, Interessenten und Gäste sind willkommen.

Montagsfahrer blicken auf 41 Ausfahrten zurück

Bericht der Gescherer Zeitung vom  12. Dezember 2018
Globus in dieser Saison eineinhalb mal umrundet

GESCHER (bv). Von Frühjahr bis Spätherbst sind die Montagsfahrer im Heimatverein Gescher mit ihren Leezen in den Kreisen Borken und Coesfeld unterwegs, erkunden Natur und Landschaft und gönnen sich bei ihren Ausfahrten gesellige Stunden. Zum Abschluss der Saison fand jetzt eine verkürzte Ausfahrt mit Ausklang inklusive Kaffeetrinken im Hotel Tenbrock statt.

Egon Rensinghoff an der Spitze der Montagsfahrer hieß rund 90 Fahrradfreunde willkommen und wartete im Rückblick mit beachtlichen Zahlen auf. Insgesamt 108 Teilnehmer sind in der Liste verzeichnet, die mindestens einmal mitgefahren sind. Durchschnittlich waren es bei 41 Ausfahrten 45 Teilnehmer pro Tour mit einem Durchschnittsalter von 75 Jahren. Mit der Gesamtkilometerzahl von fast 60 000 hat man den Globus dabei eineinhalbmal umrundet.

Wie die akribische Buchführung von Josef Bieber belegt, musste in diesem Jahr keine Tour wegen Regen ausfallen. Lob und Anerkennung zollten die Anwesenden dem gesamten Team mit Egon Rensinghoff, Hermann Beeke, Josef Tüber, Günter Wortberg, Josef Bieber, Heinz Gesing, Willi Köjer, Franz-Josef Engbers, Alois Dresjan und Hubert Bessler.

Für die Teilnahme am Stadtradeln belohnte der Kreis Borken die Montagsfahrer mit sechs Gutscheinen für Fahrradhelme. Zwischendurch stimmte Bernhard Weitenberg auf seinem Akkordeon adventliche Melodien an – es wurde kräftig mitgesungen. Gerda van Geldern hatte ein Adventsgedicht parat. Als Überraschungsgäste traten die Torn-Angels mit gekonnten Tanzdarbietungen auf und ernteten viel Applaus.

Egon Rensinghoff (M.)verabschiedete Hermann Beeke (l.) und Josef Tüber aus dem Vorstand und bedankte sich mit einem Präsent.

Verabschiedet wurden aus dem Vorstand aus gesundheitlichen Gründen Hermann Beeke und Josef Tüber. Hier rückt Günter Wortberg nach. Mit einem Stutenkerl für jeden als kleines Dankeschön wurde die letzte Ausfahrt beendet.

Die Kiepenkerle des Heimatvereins sammeln auf dem Weihnachtsmarkt für die Aktion Lichtblicke.

Bericht der Gescherer Zeitung vom 30. November 2018
Die Kiepenkerle sind unterwegs / Heimatverein mit Stand vertreten
Sammeln für einen guten Zweck

Gescher. Die Kiepenkerle vom Heimatverein Gescher sind in ihrer münsterländischen Tracht auf dem Weihnachtsmarkt für einen guten Zweck unterwegs. Zum neunten Mal sammeln sie für die Organisation Lichtblicke „weil Menschen Hoffnung brauchen“. Diese unterstütz Kinder, Jugendliche und ihre Familien in NRW, die in Not geraten sind (siehe auch www.lichtblicke.de). Die Akteure freuen sich für jede Spende, die die Besucher des Weihnachtsmarktes in den Holzschuh geben und schenken dafür als kleine Belohnung ein klares, wärmendes Getränk in einem Zinnlöfel aus.

Wer den Hunger nach Herzhaften stillen will, findet etwas Passendes am Verkaufsstand des Heimatvereins in der Stadt am Standort gegenüber der Bäckerei Schütte. Hier werden am Samstag ab 12.30 Uhr und am Sonntag ab 10.30 Uhr leckere Reibeplätzchen nach einem alten Rezept gebacken. Der Reibeplätzchenteig wird an jedem Morgen frisch zubereitet. Zu den Kartoffelplätzchen werden leckeres Brot, Schwarzbrot und Apfelmus angeboten. Die Akteure vom Heimatverein wünschen guten Appetit.

Die Kiepenkerle des Heimatvereins sammeln auf dem Weihnachtsmarkt für die Aktion Lichtblicke (v.l.): Hansi Pietruschka, Alfons Haar, Dieter van Almsick und Thomas Worth.               Foto: R.Löhring

Montagsfahrer beenden Saison

Nachricht  der Gescherer Zeitung vom 28. November 2018
GESCHER. Seit 33 Jahren sind die Montagsfahrer im Heimatverein Gescher regelmäßig unterwegs. Am kommenden Montag (3. 12.) ist Schluss für diese Saison. Start zur verkürzten Tour ist um 14 Uhr vom Pankratius-Schulhof aus. Bei ungünstiger Witterung treffen sich die Teilnehmer (auch jene, die krankheitsbedingt nicht mitfahren können) um 15 Uhr im Hotel Tenbrock-Kösters. Dort wird an einer Kaffeetafel Rückschau auf die Saison 2018 gehalten. Auch ein kleines Programm ist vorbereitet, um den fahrradbegeisterten Senioren angenehme Stunden zu bereiten, heißt es. Längst stellen die Montagsfahrer mit circa 50 aktiven Radlern eine feste Größe in Gescher dar. Anmeldung erbeten bei Egon Rensinghoff.

 

Von zwei großen Jubiläen bis zum Karneval

Stadt-TV blickt auf das Jahr 2017 zurück
GESCHER (eha). Den Hobbyfilmern des Stadt-TV ist es im vergangenen Jahr 2017 wieder gelungen, viele interessante kulturelle und gesellschaftliche Veranstaltungen in Bild und Ton festzuhalten. Das Ergebnis soll nunmehr den interessierten Bürgern auf der Großleinwand im Sitzungssaal des Rathauses in einem Jahresrückblick präsentiert werden. Die Veranstaltung findet am kommenden Samstag (10. 11.) um 15.30 Uhr und am Sonntag (11.11.) um 15 Uhr bei freiem Eintritt statt. Viel ehrenamtliches Engagement war erforderlich, um all die Ereignisse und Begebenheiten, im vergangenen Jahr 2017, in und um Gescher, mit der Videokamera aufzunehmen.
Gezeigt werden unter anderem Ausschnitte von Karneval, Planetenweg, Frühlingsfest, kfd-Jubiläum, 400-jährigem Bestehen der Schützengilde Estern, 150 Jahre Kolpingsfamilie, neue Berkelbrücke und vieles mehr. Spenden werden selbstverständlich gerne angenommen. Am Samstag werden Kaltgetränke und am Sonntag zusätzlich Kaffee, jeweils zum Selbstkostenpreis angeboten.

Grünkohlessen mit dem Heimatverein

Bericht der AZ vom 08.11.2018
GESCHER. Zum traditionellen Grünkohlessen mit Rahmenprogramm lädt der Heimatverein Gescher e.V. am Donnerstag (15. 11.) ein. Beginn ist um 18.30 Uhr im Saal Grimmelt. Nach dem leckeren Gericht „Moos und Mettwoste“ folgt ein abwechslungsreiches Programm aus plattdeutschen und hochdeutschen Vorträgen – mal lustig, aber auch zum Nachdenken – und musikalischen Einlagen zum Mitsingen. Für die musikalische Unterhaltung sorgt Josef Brüning. Stadt-TV Gescher zeigt einen interessanten Filmbeitrag. Auch Nichtmitglieder sind willkommen. Anmeldungen werden ab sofort bei der Familie Grimmelt unter Tel. 1050 entgegengenommen, teilt der Heimatverein in seiner Ankündigung mit.

Heimatbuch über die Geschichte der Rauschenburg erscheint

GESCHER (pd/js). Warum gibt es in Gescher eine Stockheimstraße? Und wie erging es den Menschen hier vor vierhundert Jahren, als die Pest und der Dreißigjährige Krieg das Münsterland fest in ihrem Würgegriff hielten? Im neuen Heimatbuch „Die Rauschenburg“ — Band 20 dieser Reihe – wird längst Vergangenes noch einmal lebendig. Die Geschichte des Adelshauses spannt sich dabei wie ein roter Faden vom ausgehenden Mittelalter bis in die heutige Zeit.

„Ein gelungenes Werk, welches eine lange bestehende Lücke schließt.“
Der frühere Stadtarchivar Willi Wiemold über das neue Heimatbuch

Autor ist Hermann Beeke. Nicht ganz zufällig, denn der 46-Jährige ist auf dem ehemaligen Gelände der Burg in Estern aufgewachsen. Zwar sind vor Ort die einst herrschaftlichen Anlagen mit Burghügel, Gärten und Gräften längst verschwunden, doch haben an gleicher Stelle auf dem Hof Beeke-Kipp etliche vergilbte Dokumente und Karten die Generationen überdauert. Als Kind durfte Beeke unter den Augen von Opa Aloys hin und wieder in der Kiste mit den alten Unterlagen wühlen, darunter ein Lageplan der Burg von 1794. „Das fand ich damals schon spannend“, entsinnt sich der Gescheraner. Vor drei, vier Jahren befasste sich Beeke zusammen mit seinem Vater Hermann Beeke-Kippe etwas intensiver mit der Geschichte der Rauschenburg. Ein erster Beitrag für das Heimatbuch über Estern entstand. „Und dann habe ich einfach weitergemacht“, schmunzelt der Autor. Das Ergebnis ist ein Buch mit 240 Seiten, das am Beispiel der „Ruscheborgh“ zu einer Reise durch die facettenreiche Geschichte des Münsterlandes einlädt.

Autor Hermann Beeke freut sich über die Veröffentlichung des neuen Heimatbuches. Wer sich auf eine Zeitreise durch die wechselvolle Vergangen¬heit der Rauschenburg begeben möchte, kann mit diesem Buch in die jahrhundertealte Geschichte des Münsterlandes eintauchen.

So nimmt der Leser Anteil am Schicksal der verschiedenen Burgherren, wie Tollner oder Stockheim, nach denen in Gescher immerhin zwei Straßen benannt wurden. Aber auch aus dem Leben der einfachen Landbevölkerung wird erzählt. Sei es der verzweifelte Widerstand gegen den ungerechten Burgherrn oder die vergebliche Suche nach einer „Piggenbrut“, an kleinen Geschichten mangelt es nicht im Verlauf der Jahrhunderte.

Außerdem konnten in jüngster Zeit zusammen mit der Unterstützung des Stadtarchivs, allen voran Archivar Willi Wiemold, viele neue Erkenntnisse zur Rauschenburg gesammelt werden. Kriegerische Auseinandersetzungen, wankelmütige Landesfürsten und bittere Hungersnöte bestimmten dabei nur allzu oft das Leben der hiesigen Bevölkerung. Beeke: „Zum Glück sind es aber nicht immer nur dunk-le Zeiten, die die lokale Geschichte geprägt haben.“

Das neue Heimatbuch erscheint in begrenzter Auflage, kostet 20.Euro und ist ab Anfang November bei den örtlichen Banken und Sparkassen, dem Büro des Stadtmarketings sowie im Buchladen und in der Buchhandlung Mensing erhältlich.