Kinder tauchen ein in spannende Sagen

Am bundesdeutschen Vorlesetag

Zum Abschluss der Vorleseaktion auf dem Museumshof durften die Grundschüler im Backhaus eine Buschke verbrennen.

Bericht der Gescherer Zeitung vom 20. November 2018
GESCHER. Beim flackernden Herdfeuer in der Diele des alten Kötterhauses auf dem Museumshof hörten am bundesdeutschen Vorlesetag Grundschulkinder der Pankratius- und der Von-Galen-Schule spannende Sagen und Legenden aus dem Münsterland. In bäuerlicher Arbeitskleidung schürte Hansi Pietruschka vom Dienstagskreis das lodernde Feuer und zeugte von einer Zeit, als Kötter und Gesinde sich noch ähnliche Ge­schichten erzählten, die von Franz-Josef Menker vorgelesen wurden. Dass dabei die untergegangene Rauschen­burg in Estern eine besonde­re Rolle spielte, versteht sich von selbst.

Abgerundet wur­de die Lesestunde mit dem Verbrennen einer Buschke im Backhaus durch die Schüler. Dabei berichteten die Backhausheizer Heinz Kloster und Franz-Josef He-ming von den Herausforde­rungen des Brotbackens. Be­gleitet und dokumentiert wurde die Aktion von Iris Huster von der Bücherei so­wie von Reinhold Löhring vom Heimatverein.

Frisches Bauernbrot und Töttchen locken

Die Bäcker des Heimatvereins nehmen den Ofen auf dem Musemushof bereits am Samstag in Betrieb, damit die Gäste beim Erntedankfest am Sonntag mit frischen Bauernstuten versorgt werden können. Foto: Archiv

Heimatverein feiert Erntedank met „Jung un Old“
GESCHER Unter dem Motto „Erntedank – met Jung un Old“ feiert der Heimatverein Gescher e.V. am kommenden Sonntag (30.09., Strohmarkt) ab 10 Uhr Erntedank. Dazu ist wieder ein umfangreiches Programm zum Wohlfühlen vorbereitet worden. Alle Aktiven freuen sich, wenn sich viele Gäste aus Nah und Fern auf dem Museumshof einfinden.

Eine Reihe von bekannten westfälischen Leckereien wie Buchweizenpfannekuchen, selbst gebackenes Bauernbrot, Erbsensuppe, Töttchen und leckere Bratwurst werden aufgetischt. Produkte aus der Region wie Wurstwaren, Obst, Gemüse, Honig und Marmeladen runden das Angebot ab. Neu im Angebot sind handgemachte Nudeln aus der Nudelwerkstatt. Für kühle Getränke ist natürlich gesorgt. Ab 13 Uhr ist die Cafeteria im „Brauhaus“ wieder geöffnet. Auch für die Kinder wird viel geboten. Sie können Stockbrot backen und sich mit selbstgefertigten Holzspielzeugen beschäftigen. Für sie werden sicherlich Skudden und Pommersche Landschafe, die in einem Pferch auf dem Gelände weiden, ein

Anziehungspunkt sein. Auf dem Museumshof gibt es allerhand aus der Vergangenheit zu sehen: Das Brotbacken im alten Steinofen, die Kunst des Korbflechtens und des Spinnens. Gegen 11 Uhr wird gezeigt, ein Pferd neue Hufeisen erhält, teilen die Organisatoren vom Heimatverein mit.

Natürlich stehen den Besuchern an diesem Tag die Museumsgebäude zur kostenlosen Besichtigung offen. Interessierte können sich auch übers Museumsgelände führen lassen und so einen Einblick in die Historie und auch in die Arbeit des Heimatvereins erhalten. Die Termine werden vor Ort bekanntgegeben.

Schon am Samstagmorgen werden die Bäcker den Backofen in Betrieb nehmen und die ersten Bauernstuten backen, die ab 11 Uhr gekauft werden können.

„Diese Aufgaben halten fit“

Bericht der Gescherer Zeitung vom 02. August 2017
Männer des Donnerstagskreises pflegen freiwillig Anlagen und Gebäude auf dem Museumsgelände

Dass das Museumsgelände wie ein Schatzkästchen blitzt, verdankt sich den ehrenamtlichen Helfern vom Donnerstagskreis. Jede Woche rücken die sieben Rentner an, um die Anlagen zu pflegen und die Gebäude Auf dem Braem in Schuss zu halten. Foto: Helene Wentker

Von Helene Wentker

Gescher. Nun sind sie schon in dritter Generation am Ball – was in diesem Fall bedeutet: Sie sind mit Harke, Heckenschere, Besen und Schiebkarre unterwegs. So sieht man sie donnerstags in den Morgenstunden in den Anlagen des Museumshofes. Denn dass die blitzsauber und vorbildlich gepflegt sind, verdankt sich weder den Heinzelmännchen noch städtischen Gärtnern: Die Rentner des Donnerstagskreises sind es, die Auf dem Braem alles in Schuss halten. Seit „ewigen Zeiten“ gehe das schon so, lachen die 68- bis 80-Jährigen. Und vor ihnen waren es andere, die diese Aufgabe „auf dem historischen Boden, auf dem wir hier stehen“ (Zitat Franz-Josef Menker) übernommen hatten.

Dabei ist es nicht allein die Pflege der Außenanlage, den diese derzeit sieben-Mann-starke Truppe leistet. Denn auf der insgesamt 3,5 Hektar großen Fläche stehen neben dem Haupthaus weitere sieben Gebäude, und zwar Speicher, Muuseschoppe, Brauhaus, Backhaus, Remise, Bienenstand und (seit Herbst 2016) das Hillgenhüsken. Auch dort sehen die Rentner nach dem Rechten, helfen, wenn Aufbau, Aufräum- oder Ausbesserungsarbeiten anfallen. Selbst vor Pflasterarbeiten schrecken die Männer im Notfall nicht zurück. „Wenn man sich das bei Experten anschaut, kann man es auch umsetzen“, sagen sie selbstbewusst.

„Sie“, das sind Bernhard Lammerding, Franz-Josef Heming, Josef Brillert, Max-Dieter Winkler, Bernhard Kuhlage, Erich Vennes, Jan van Ditshuizen und Heinz Kloster.

„Ich finde, es ist eine gute Sache, den Museumshof in Ordnung zu halten. Ich bin nämlich sehr heimatverbunden“, antwortet Franz-Josef Heming auf die Frage, warum er sich ehrenamtlich engagiere. Erich Vennes steuert augenzwinkernd ein weiteres starkes Argument bei: „Dann gehen wir unseren Frauen nicht auf den Keks…“ Alle lachen. Doch es ist offensichtlich nicht nur ein Geben: „Gemütlichkeit und gute Kameradschaft und schließlich eine Struktur für den Tag“, finden die Senioren darüber hinaus in ihrem freiwilligen Engagement.

Neben der regelmäßigen Anlagenpflege beweisen die fidelen Herren auch ihre Backkünste. Unterstützt von einigen Ehefrauen backen sie zu Frühlings- und Erntedankfesten sowie zu besonderen (von Besuchern der Stadt beim Stadtmarketing gebuchten) Anlässen Steinofenbrot oder Kuchen und betreiben zu Festen eine Caféteria.

Auch da ist stets mehr zu tun als es den Anschein hat. Denn das Holz zum Heizen des großen Steinofens, die so genannten Buuschken (Reisigbündel), machen die Männer selbst. „So werden alten Handwerkstechniken gepflegt“, sind sie stolz auf überliefertes Brauchtum, das sie schon als kleine Jungen pflegten. Heming: „All das machen wir solange wir es können: Das hält fit.“ „Jeder bringt seine Talente ein. Und ich kann nur Karre schieben“, ergänzt Franz-Josef Menker vom Dienstagskreis, und die „Donnerstagsmänner“ lachen herzhaft. Nachwuchs für ihre Runde suchen sie auch. Allerdings muss der zwei Bedingungen erfüllen: „Man(n) muss mindestens 65 Jahre alt sein. Und Power mitbringen!“

Frisches Brot auf dem Museumshof

Nachricht der Gescherer Zeitung vom 24. März 2017
Von Reinhold Löhring

Heimatverein backt / Cafeteria geöffnet

Gescher. Wenn Gescher am kommenden Sonntag (26. März) aufblüht, wird auf dem Museumshof wieder Brot gebacken. Schon in der Frühe bringen die Bäcker den alten Steinofen mit Busken auf Betriebstemperatur und backen dann frische Bauernbrote. Alle sind herzlich eingeladen, sich diese Aktion anzusehen. Gegen 10 Uhr werden dann die ersten duftenden „Stuten“ aus dem Ofen gezogen und zum Kauf angeboten.

Hmmm-lecker: Das frische Brot erfreut immer großer Beliebtheit.

Ab 13 Uhr sorgt der Heimatverein mit der Cafeteria im Brauhaus für das leibliche Wohl der Frühlingsfestbesucher. Mit leckeren Schnittchen, selbst gebackenem Kuchen und Kaffee kann man sich hier in angenehmer Atmosphäre stärken.